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Neues aus Aracataca

(c) EFE / Victor Paz

Ein gutes Jahr ist er nun her. Nicht mein letzter Blog-Eintrag, sondern mein Besuch in Aracataca, der Geburtsstadt des kolumbianischen Literatur-Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez. Ich war damals, zusammen mit dem Journalisten Martin Ebbing und der Fotografin Zohreh Soleimani, für den SWR in Südamerika unterwegs.

Vor einer Woche ist der zungenbrecherische Name dieses Städtchens in der New York Times aufgetaucht. In dem Artikel geht es um die Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag des berühmten Sohnes von Aracataca. Leider ist García Márquez nicht gekommen, sondern in seiner Wahlheimat Mexiko geblieben. Keine große Überraschung, schließlich lebte der Autor nur bis zu seinem achten Lebensjahr in Aracataca und hat dort auch, bis auf einen Cousin, keine Familie mehr. Soweit ich weiß war er zuletzt als Student dort. Überraschender ist für mich, dass laut NYT-Artikel viele Bewohner der nordkolumbianischen Stadt mit einer Rückkehr des Begründers des „magischen Realismus“ gerechnet und darauf gehofft hatten. Unser Eindruck war, dass sich die meisten vom Superstar im Stich gelassen fühlen.

Der Bürgermeister Pedro Javier Sánchez Rueda hingegen lässt nichts unversucht, um Touristen mit Hinweisen auf García Márquez nach Aracataca zu locken. Im vergangenen Juni ließ er darüber abstimmen, ob die Stadt in Aracataca-Macondo umbenannt werden soll. Macondo ist der fiktive Schauplatz von „Hundert Jahre Einsamkeit“ und anderer Romane von García Márquez. Der Name wurde nicht geändert, denn es nahmen nicht genügend Menschen an der Abstimmung teil.

Das wiederum deckt sich mit unseren Eindrücken aus Aracataca.

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